urban pocketsexperimente im öffentlichen raum

urban pockets
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Im Rahmen des Seminars URBAN POCKETS werden wir den öffentlichen Stadtraum von Berlin erforschen und für bestimmte Orte in der Stadt räumliche Objekte entwickeln, die sich zum einen auf den menschlichen Körper beziehen, aber auch den öffentlichen Stadtraum erweitern, Situationen hinterfragen oder intensivieren. Zunächst werden wir unterschiedliche Orte im öffentlichen Raum erforschen, sie räumlich analysieren und atmosphärisch erfassen. Wir werden zunächst vor allem im modellhaften Maßstab mit linearen Elementen arbeiten, um räumliche Zusammenhänge zu erfassen - Techniken sollen im Kleinen erprobt und instrumentalisiert werden, dann später auf einen größeren Maßstab gesprungen werden - dem des menschlichen Körpers in Bezug zu einer spezifischen Situation in der Stadt. Durch das Zusammenspiel von analogen und digitalen Entwurfstechniken sollen räumliche Potentiale entdeckt und instrumentalisiert werden. Es gilt räumliche Strukturen zu entwerfen, die sich aus dem Körper heraus entwickeln, sich andocken, verknüpfen können - Möbel, Cocoons, oder Prothesen im positiven Sinne, die den Körper und gleichzeitig die Stadt mit zusätzlichen Eigenschaften ausstatten. Diese räumlichen Objekte sollen später direkt im öffentlichen Raum Berlins getestet und implementiert werden. Die Dokumentation des gesamten Entwurfsprozesses ist ein elementarer Bestandteil dieses Seminars und soll durch unterschiedlichste Techniken (Skizzen, Collagen, Film, analoge und digitale Modelle) dargestellt werden.

Die Arbeit mit physischen Modellen auch im Zeitalter des digitalen Entwerfens bleibt unerlässlich. Räumliche Modelle sind organisatorische Systeme, die durch diagrammatisches Denken entwickelt wurden und dadurch in der Lage sind, verarbeitete Daten, strategische und taktische Informationen zu verdichten, mittels physischen Modellen und der Verwendung von spezifischen Materialien. Der Ausgangspunkt des Seminars ist der Ansatz, ein Abweichen von gewohnten Vorgehensmustern, Denkweisen und Raumvorstellungen im Entwurfsprozess zu ermöglichen. Die Entwicklung neuartiger Raummodelle, im Zusammenhang mit Material und Struktur, sollte zugelassen und gefördert werden. Im Rahmen des Workshops sollen verschiedene Entwurfstechniken definiert werden, die es ermöglichten integrative Raumkonzepte zu entwickeln. Der Aspekt der Geometrie spielte hierbei eine entscheidende Rolle. Diese wird durch vorher aufgesetzte Regelwerke und deren Umsetzung in Diagramme, vor allem aber in physische Modelle, generiert. Dadurch wird auch die Frage der Materialität zu einem wichtigen Kriterium: die Eigenschaften der in den Modellen verwendeten Materialien entscheiden nicht nur über die geometrischen Möglichkeiten, sondern transportieren auch materialspezifische Effekte mit sich, mit denen die Raumqualitäten intensiviert und organisiert werden können.