urban pocketsexperimente im öffentlichen raum
Die Arbeit mit physischen Modellen auch im Zeitalter des digitalen Entwerfens bleibt unerlässlich. Räumliche Modelle sind organisatorische Systeme, die durch diagrammatisches Denken entwickelt wurden und dadurch in der Lage sind, verarbeitete Daten, strategische und taktische Informationen zu verdichten, mittels physischen Modellen und der Verwendung von spezifischen Materialien. Der Ausgangspunkt des Seminars ist der Ansatz, ein Abweichen von gewohnten Vorgehensmustern, Denkweisen und Raumvorstellungen im Entwurfsprozess zu ermöglichen. Die Entwicklung neuartiger Raummodelle, im Zusammenhang mit Material und Struktur, sollte zugelassen und gefördert werden. Im Rahmen des Workshops sollen verschiedene Entwurfstechniken definiert werden, die es ermöglichten integrative Raumkonzepte zu entwickeln. Der Aspekt der Geometrie spielte hierbei eine entscheidende Rolle. Diese wird durch vorher aufgesetzte Regelwerke und deren Umsetzung in Diagramme, vor allem aber in physische Modelle, generiert. Dadurch wird auch die Frage der Materialität zu einem wichtigen Kriterium: die Eigenschaften der in den Modellen verwendeten Materialien entscheiden nicht nur über die geometrischen Möglichkeiten, sondern transportieren auch materialspezifische Effekte mit sich, mit denen die Raumqualitäten intensiviert und organisiert werden können.