deep surface 1konzeptionelles/ experimentelles enterfen von räumlichen strukturen

Die Arbeit mit physischen Modellen auch im Zeitalter des digitalen Entwerfens bleibt unerlässlich. Sie ermöglicht Architekten und Designern den Zugang zu unerwarteten und zugleich spannenden Räumlichkeiten, die dann im Entwurfsprozess systematisiert werden. Neuartige, innovative Strukturen und Systeme werden so entdeckt und instrumentalisiert. Es wird deutlich dass der Entwurfsprozess in Architektur und Design als bewusstes Bestreben verstanden werden muss, innovative Aspekte eines Raumbegriffes zu erforschen und anzuwenden.

Parameter wie Raumprogramm, funktionale Anforderungen und der örtliche Kontext sind in diesem Workshop zunächst ausgeklammert. Die Modelle sollen organisatorische Systeme sein, die durch diagrammatisches Denken entwickelt wurden und dadurch in der Lage sind, verarbeitete Daten, strategische und taktische Informationen zu verdichten, mittels physischen Modellen und der Verwendung von unterschiedlichen Materialien.

Den Ausgangspunkt des Workshops ist der Ansatz, ein Abweichen von gewohnten Vorgehensmustern, Denkweisen und Raumvorstellungen im Entwurfsprozess zu ermöglichen. Die Entwicklung neuartiger Raummodelle, im Zusammenhang mit Material und Struktur, sollte zugelassen und gefördert werden. Im Rahmen des Workshops sollen verschiedene Entwurfstechniken definiert werden, die es ermöglichten integrative Raumkonzepte zu entwickeln. Der Aspekt der Geometrie spielte hierbei eine entscheidende Rolle. Diese wird durch vorher aufgesetzte Regelwerke und deren Umsetzung in Diagramme, vor allem aber in physische Modelle, generiert. Dadurch wird auch die Frage der Materialität zu einem wichtigen Kriterium: die Eigenschaften der in den Modellen verwendeten Materialien entscheiden nicht nur über die geometrischen Möglichkeiten, sondern transportieren auch materialspezifische Effekte mit sich, mit denen die Raumqualitäten intensiviert und organisiert werden können.