vom unsichtbaren zum sichtbaren

Das Unsichtbare ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar - es kann sich um eine Substanz, einen Zustand, einen Gegenstand, eine Strahlung oder um ein anderes Phänomen handeln. Zum Projekt einer „erweiterten Vernunft“, das die Phänomenologie seit jeher verfolgt, gehört der Versuch die zahlreichen Verhältnisse zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren zu klären. Welche Formen und welche Offenbarungen kann das Unsichtbare annehmen und wie können diese räumlich und in einer bestimmten Materialität kommuniziert werden? Diese Fragestellung steht im Mittelpunkt des Projektentwurfs - welche räumliche Beziehung en können das Unsichtbare sichtbar machen? Das Unsichtbare sichtbar machen, beginnt zunächst mit einer Kunst des Sehens dessen, was anderen zunächst unzugänglich bleibt. Meist sehen wir nur das was wir bereits verstehen, und sobald wir, Unverständliches sehen, sehen wir plötzlich ganz anders.
Entwickelt werden soll ein Ausstellungsobjekt mit dem Kommunikationsziel visuell nicht oder schwer wahrnehmbare Phänomene darzustellen. Diese begehbare Raumskulptur soll in ihrer Materialität aus einem Baustoff bestehen und soll räumlich-medial inszeniert werden. Die Größe ist auf 100qbm begrenzt.

Mögliche Thematiken: Galaxien, Schwarze Löcher, Digitale Daten, Microorganismen, Wissenschaftliche Netzwerke, Gesellschaftliche Netzwerke, Physikalische Netzwerke, Elektronische Netzwerke, Neuronale Netze, Wärme, Kälte, Luft, Radioaktivität, Feinstaub, CO2, Alterungsprozesse    

Zu achten ist auf folgende Fragen: Wie macht man Unsichtbares sichtbar? Welcher Aspekt wird inszeniert, mit welchen Mitteln? Wie nähert man sich dem Gesamtobjekt? Wie betritt man es? Ist es von Außen und/oder Innen begehbar? Wie ist die Inszenierung des Raumes? Wie ist die Belichtung inszeniert? Wie verlässt man die Raumskulptur?